Erscheinung

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 2014. I LIKE IT RAW – WHAT THE FAK

fak_plakat_2014_ausschnittIm September finden sich das Kollektiv und Freund_innen in der Galerie Neurotitan zusammen – zu einer besonderen Ausstellung mit vielfältigem Rahmenprogramm und im Austausch mit anderen Kulturprojekten in Berlin und darüber hinaus.

Neurotitan
Haus Schwarzenberg
Rosenthalerstr. 39
10178 Berlin
www.neurotitan.de

Die Gruppe freut sich sehr darauf, zu diesem Anlass drei Gastkünstler_innen begrüßen zu dürfen: An der Ausstellung werden Christine Ebeling, Daniel Caleb Thompson (No Art Collective) und TONA aus dem Hamburger Gängeviertel teilnehmen.
www.das-gaengeviertel.info

AUSSTELLUNGSDAUER 08. – 27. September

PROGRAMM

06. September / 19 Uhr
VERNISSAGE
AfterShow im Eschschloraque rümschrümp
mit Fela Nito und Double Fantasy

Fehla Nito
Label Sisyphos, Style: Tropical&BassMusic

Double Fantasy sind Reina & Sithara
Chios Tortilla Chips & Dj Shadow haben sie vor Jahren im Charlottenburger Schlosspark zusammen geführt. Jean Grae war Trauzeugin und Prince spielte auf Ihrer Hochzeit! Trotz Abschluss spielen sie in dreckigen Clubs und besetzten Häusern, aber am Hotelpool wär auch ok!

www.eschschloraque.de

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10. September / 19 Uhr
RAW – WIR SIND GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN
Film und offenes Gespräch

“RAW wir sind gekommen um zu bleiben”
Dokumentaion 2009
Regie: Louise Culot
Rock’nRoll Pictures, Projektpartner im RAW-tempel e.V.

Eingeladen sind als Vertreterinnen der Pioniergeneration auf dem RAW-Gelände:

Frauke Hehl
“workstation ideenwerkstatt berlin e.V.”
2000 Mitinitiatorin der Initiative “Ideenaufruf”, ein stadtteilbezogener Ideenaufruf zur Geländeentwicklung

Kristine Schütt
Freie Musikschule tRaumstation, Projektpartnerin im RAW-tempel e.V.
amtierendes Vorstandsmitglied.

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17. September / 19 Uhr
Kurzfilmabend mit Filmen aus der CHEMNITZER FILMWERKSTATT

Die Chemnitzer Filmwerkstatt ist ein Anlaufpunkt und die Basis für eine
unabhängige Filmproduktion in Chemnitz und der Region Sachsen, ist offen
für alle, die gern bewegte Bilder schaffen wollen.

www.filmwerkstatt.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Chemnitzer_Filmwerkstatt

Am 17. September stellen wir im Rahmen von I LIKE IT RAW – WHAT THE FAK
3 Filmemacher_innen aus der Chemnitzer Filmwerkstatt mit jeweils einem Film
und im Gespräch vor:
Olaf Held – Regie und Drehbuch
Hendrik Reichel – Kamera und Regie
Beate Kunath – Regie und Drehbuch

Filme:
Daheim 2011, 30min
Ein Film von Olaf Held.
Kamera: Lutz Zoglauer
Produktion: filoufilm dani barsch in Kooperation mit der Chemnitzer
Filmwerkstatt e.V.
Ein etwas anderer Heimatfilm: Heiko, ein genügsamer Mann in den 30ern,
verliert seine Arbeit in seinem Heimatdorf und macht sich auf in die
nächstgrößere Stadt, um eine neue Stelle zu finden. Doch dort wird er
zum bloßen Beobachter des Großstadtlebens und bleibt einsam trotz seines
neuen Jobs. Als er seine Austauschbarkeit einmal mehr erkennt, trifft er
eine Entscheidung.
www.filoufilm.de/Projekte/daheim.htm

Jan’s body 2013, 24 min
Ein Film von Jasco Viefhues.
Kamera: Hendrik Reichel
Produktion: Partizip Zwo, dffb
Um die Asche seines verstorbenen Sohnes Jan abzuholen, reist Thomas nach
Berlin.
Er löst Jans Wohnung auf, die Wohnung eines Menschen, den er schon lange
nicht mehr kannte. Zu Lebzeiten hatten die Beiden keine enge Beziehung
mehr und so ist Thomas anfänglich alles fremd und unbekannt. Er ist auf
den Spuren von Jan, schlüpft mehr und mehr in seine Haut, trifft seine
Bekannten und beginnt, ihn zu verstehen und Neues an sich selbst zu
entdecken.
www.hendrikreichel.de

im sommer sitzen die alten 2009, 23 min
Ein Film von Beate Kunath.
Kamera: Thomas Beckmann
Produktion: Chemnitzer Filmwerkstatt in der Kooperation mit
[bi:kei]productions
Petra ist Filmemacherin. Nach dem Tod ihrer Großmutter Magdalena besucht
sie Gertrud, deren Lebensgefährtin. Ein Koffer ihrer Großmutter und die
darin enthaltenen Gegenstände inspirieren sie zu einem Gedicht, dass sie
in Schwarz-Weiß-Bildern verfilmt. So gedenkt sie nicht nur ihrer
Verwandten, sondern setzt auch einer innigen, aber von der
Öffentlichkeit nicht anerkannten Lebensgemeinschaft eine liebevolles,
poetisches Denkmal.
www.b-k-productions.de/im_sommer_sitzen_die_alten.html

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18. September / 19 Uhr
KURATORENFÜHRUNG

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18. – 21. September
CONTURBANARIES ART FAIR
Stattbad Wedding
special viewing

www.conturbanaries.com

www.stattbad.net

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20. – 21. September / 12 – 12 Uhr
24 STD ZEICHNEN

Einen ganzen Tag lang wird zusammen mit eingeladenen Künstler_innen aus anderen Berliner Atelierhäusern und Kulturrojekten in und um das Haus Schwarzenberg gezeichnet. Besucher*innen sind herzlich willkommen.

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20. September / 15.00 Uhr
PHOENIX AUS DEM MÜLL

Schrottbastel-Workshop mit der Kunst- und Performancegruppe Goldener Bär

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24. September / 19 Uhr
„NOT IN OUR NAME“ – KUNST UND KULTUR UND DER WIDERSTAND GEGEN DEN AUSVERKAUF DER STADT
Podiumsdiskussion

Von Verdrängung betroffene Menschen organisieren sich weltweit in verschiedenen Initiativen und auf unterschiedlichste Art und Weise in städtischen Protestbewegungen. Neben der Thematisierung ihrer schlechten Arbeitsbedingungen treten auch für Kulturschaffende zunehmend stadtentwicklungspolitische Fragen, der Mangel an Ateliers und günstigem Wohnraum und der Ruf nach nichtkommerziellen Freiräumen und Entfaltungsmöglichkeiten in den Vordergrund.

Eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung spielen selbstverwaltete Projekte und Kulturorte, die früher oder später meist selber Opfer einer der kapitalistischen Verwertungslogik folgenden Vertreibungspolitik zu werden drohen und die sich zunehmend als Teil einer „Recht-auf-Stadt“-Bewegung begreifen und engagieren. Der Kampf um ihren Fortbestand, um den Erhalt von gemeinschaftlich genutzten Gebäuden und offenen Räumen, erreicht heute zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit. Künstler_innenhäuser und soziokulturelle Zentren konnten sich mehrfach zu Identifikationsprojekten entwickeln und vermögen einer politischen Bewegung in diesem Zuge auch strukturelle, subkulturelle Basis und eben auch: einen Raum zu bieten.

Und immer mehr selbstorganisierte Projekte und ihre Nutzer*innen berichten von steter Unsicherheit und den alltäglichen, existenziellen Zukunftssorgen, von Besitzerwechseln, Mietsteigerungen, Kündigungen, Räumungsklagen und dem drohenden Verlust der eigenen Arbeitsgrundlage und des sozialen Umfelds. Und immer mehr Bewohner*innen werden in ihrer Stadt Opfer von repressiven Maßnahmen, Diskriminierung, Ausgrenzung und Verelendung, sehen sich konfrontiert mit Überwachung, Disziplinierung und gleichzeitiger Verwahrlosung im öffentlichen Raum. Denn nicht zuletzt bleibt daran zu erinnern, dass viele Menschen um einiges prekärer und randständiger leben, wohnen und arbeiten, als dies ein Großteil der gesellschaftlich integrierten Kunst- und Kulturszene noch immer vermag.

Bezugnehmend auf den Hamburger Slogan „Not In Our Name, Marke Hamburg!“ – soll der Frage nachgegangen werden, was Problem, Potential und Auftrag der sogenannten „Freien Szene“, der frei produzierenden kunst- und kulturschaffenden Personen und Einrichtungen, in ihrer Stadt ist: Wie und auch welchen Ebenen kann sie beim Ringen um das eigene Überleben und beim Widerstand gegen die allerorten spürbaren sozio-ökonomischen Veränderungen tätig und wirksam werden? Dabei wollen wir z.B. die lokalen Unterschiede in Hamburg und Berlin, vor allem aber die Gemeinsamkeiten im Kampf gegen Verwertungsdruck und Prekarität besprechen.

Zusammen wollen wir diskutieren, wie man gerade auch über den eigenen solidarischen Bezugsrahmen hinaus medialen und politischen Druck erzeugt: Wie kann – angesichts des eigenen, oftmals prekären Daseins, von Aufwertung, Verdrängung und tagtäglichen Zwangsräumungen – ein Beitrag der Kunst- und Kulturschaffenden aussehen in einem solidarischen und übergreifenden Kampf für das „Recht auf Stadt“?

Als Podiumsgäste sind angefragt:

Christine Ebeling. Künstlerin und Mitglied des „No Art Collective“, lebt und arbeitet in Hamburg. Gängeviertel-Sprecherin.
Tobias Morawski. Kommunikationsdesigner und Mitarbeiter des Graffiti-Archivs im Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin. Mitglied des Kunst- und Medien-Kollektivs Pappsatt. „Reclaim your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Bertlins“ erscheint im Oktober 2014.
Florian Schöttle. Journalist. 1996-2013 Atelierbeauftragter im Kulturwerk des BBK Berlin.

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27. September / 11 Uhr
FINISSAGE – MATINÉE

Brunch mit Deeryona (Singer, Songwriter)

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Flyer Programm Seite A | Seite B

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2012. I LIKE IT RAW – Freies Ausstellungskollektiv RAW-tempel zu Gast im Epicentro art.

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Ausstellungsdauer: 20. Oktober bis 10. November 2012.

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I LIKE IT RAW – Freies Ausstellungskollektiv RAW-tempel zu Gast im Epicentro art

Ausstellungsdauer: 20. Oktober bis 10. November 2012
Ausstellungseröffnung: Freitag 19. Oktober, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Di–Sa  12-18h

Die Ausstellungseröffnung findet am 19. Oktober um 19 Uhr statt.

Epicentro art
Karl Marx Allee 82-84
10249 Berlin

Das Freie Ausstellungskollektiv RAW-tempel zu Gast im Epicentro art.
Vom 20. Oktober bis 10. November 2012 wird in den Räumen der Karl-Marx-Allee 82-84 die Gruppenausstellung I LIKE IT RAW gezeigt. Die teilnehmenden Künstler_innen arbeiten und engagieren sich in den Häusern des gemeinnützigen RAW-tempel e.V.
Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet das sich insbesondere kulturpolitischen Fragestellungen in Friedrichshain und den hier ansässigen Kunstinstitutionen und Künstler_innen widmet.

I LIKE IT RAW – zeigt eine Auswahl von Arbeiten der Künstler_innen der Ateliers und Werkstätten des RAW-tempel. Die Gruppenausstellung macht das hier gewachsene vielfältige Spektrum und die lebendige Produktion bildender Künste für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der RAW-rempel e.V. bietet seit seiner Gründung im Jahr 1999 Kunst- und Kulturschaffenden bezahlbare Arbeitsräume und den Bewohner_innen Friedrichshains einen offenen Freiraum und kostengünstige Kulturangebote. Das soziokulturelle Zentrum und das Ringen um seine nachhaltige Sicherung stehen seit längerem im öffentlichen Diskurs. Das gesamte RAW-Gelände befindet sich in der Hand privater Investoren, der Fortbestand des selbstverwalteten Projekts ist permanent gefährdet. Die aus dieser Unsicherheit wachsende Störung des künstlerischen Schaffens vor Ort sowie das Fehlen geeigneter Ausstellungsflächen führte 2012 zur Bildung des freien Ausstellungskollektivs Raw-Tempel.  Intention des Zusammenschluss der betroffenen Künstler_innen ist nicht nur die gemeinsame Ausstellungsproduktion über die Räume des RAW hinaus sondern auch eine, an der eigenen Situation gespiegelte, allgemeine Reflexion Friedrichshains als Kunststandort.
Die Gruppenausstellung I LIKE IT RAW vereint Malerei, Skulptur, Druckgraphik und Installation internationaler Künstler_innen.  Begleitet wird sie von einer Podiumsdiskussion, Konzerten, Screenings , Lesungen und Artist Talks zum Thema.

Kuration/Projektleitung: Käthe Bauer / ELIOT / Annika Hirsekorn / Eléonore Roedel